Freitag, 10. April 2009

Caversham Wildlifepark

Hallo alle zusammen!

Heute morgen haben Sarah und ich uns mit dem Taxi auf den Weg zum Flughafen gemacht, denn um 10.10Uhr sollte unser Flieger nach Ayers Rock gehen. Sarah hatte sogar das Taxi am Mittwoch schon vorbestellt...

Als wir beim Flughafen ankamen, sind wir gleich zum Schalter gegangen, weil wir uns ja schließlich Plätze "next to each other" sichern wollten. Der Quantas Angestellte war wirklich sehr freundlich, vor allem als er uns darauf hingewiesen hat, dass unser Flug erst für morgen (11.04.) gebucht wurde. Wie peinlich... Jetzt standen wir da also samt Gepäck am Flughafen... wie peinlich... Wir haben zwar noch versucht den Flug umzubuchen, hat aber leider nicht geklappt, weil der Flug für heute ausgebucht war...
Ich war geschockt, wie konnte uns so etwas passieren?!


Aber zum Glück hatten wir dann eine andere Idee! Wir sind sofort zur nächsten Autovermietung und haben uns ein ganz niedliches Auto gemietet.


Und dann ging die Reise los zum Caversham Wildlife Park.


Sarah hat die Verantwortung übernommen und sich hinters Steuer getraut.
Zwar haben wir uns ein paar Mal verfahren, Sarah hat ein paar Mal Scheibenwischer mit Blinker verwechselt und dann sind wir noch 2 Mal gegen einen Bordstein gefahren, aber oh wunder... Wir sind beim Park angekommen!




Wir hatten sehr viel Spass, vor allem die Känguruhs, Koalas und Dingos haben es uns angetan!



















Aber es gab auch noch ganz viele andere Tiere...


Zum Beispiel den Tasmanischen Teufel.




Und kleine Ponys.




Und einen Esel, verschiedene Vogelarten und weitere Tiere, die in Australien leben.






Und morgen fliegen wir dann wirklich zum Ayers Rock!!

Tag 7 - Wandern

An diesem Tag stand "Wandern in Gorges" auf dem Plan. Nach ca. 1 Stunde Bus fahren, kamen wir an der ersten Schlucht an. Zuerst konnten wir uns auf einer Aussichtsplattform einen Überblick verschaffen, was uns da erwartet. Der Ausblick war gigantisch und man konnte sich nicht wirklich vorstellen, wie man dort hinunterkommen sollte.
Immer an der Felswand entlang ging der Abstieg dann recht gut.



Unten angekommen, wartet eine ganz andere Welt auf uns.

Da plätscherte das Wasser und von oben strahlte die Sonne.
Dieses schöne Gruppenfoto ist im "Amphitheater" entstanden.

Danach ging es dann über den "Spiderwalk" zu einem "natürlichen Pool". Der Weg dort hieß so, da man sich wirklich mit allen Vieren an den Wänden abstützen musste.
Uns war der Pool nicht so ganz geheuer, aber die meisten sind dort mit tollkühnen Sprüngen von den Felswänden gesprungen.

Der Aufstieg kam uns fast schneller vor als der Abstieg, mag wohl daran gelegen haben, dass wir uns auf dem Weg runter mehr Zeit gelassen haben.
Als wir also oben schwitzend wieder ankamen, gab es dann auch gleich zur Stärkung Lunch.
Mit dem Bus ging es dann ca. 30 Minuten zur nächsten Gorge. Der Abstieg war ähnlich, aber diesmal erwartete uns ein riesiger Wasserfall.

Diesmal war wirklich der größte Teil der Schlucht unten mit Wasser bedeckt. Ein Teil der Gruppe ist wohl auch bis zum anderen Ende geschwommen.
Kurz vor dem Aufstieg haben wir dann noch einen wirklich niedlichen Lizzard entdeckt und auch eine kleine Schlange, der aber der Trouble nicht so gefiel und schnell wieder in einer Felsspalte verschwand.
Da diesmal eine Gruppe schon recht weit vorne lief und die Guides nicht dabei waren, folgten wir erstmal alle. Irgendwann bemerkten aber die Guides, dass wir nicht den richtigen Weg gegangen waren. Wir mussten ca. 1 km wieder zurücklaufen und kamen dann bei unseren Bussen an. So ist das eben, die Herde folgt dem Leitschaf! ;-)
Auf dem huckeligen Weg zurück ins Camp passierte dann noch etwas sehr amüsantes.

Sarah saß an dem Tag direkt hinter der Fahrerkabine. Irgendwann bremste Norm, unser Guide, nahm sein Funkgerät und fragte Terry, ob dem anderen Bus ein Rad fehlen würde. Wir dachten erst wir hätten uns verhört, aber als Norm den Rückwärtsgang einlegte, lag dort plötzlich ein Rad am Straßenrand. Tatsächlich hatte der andere Bus, der etwas weiter vorne fuhr, sein Ersatzrad verloren. Das Ganze wurde aber schon wieder mit einem für uns fast nicht verständlichem australischen Humor genommen, dass man wirklich vermuten kann, dass diese beiden Guides auch gar nichts aus der Bahn wirft. Wirklich unglaublich.


Wieder im Camp wurde Dinner vorbereitet.

Für alle Interessierten stand danach ein Buschwalk an. Wir sind aber lieber im Camp geblieben. Svenja wollte die Wahrscheinlichkeit doch noch auf eine Schlange zu treffen, nicht unnötig erhöhen und ich hatte nicht so Lust in irgendwelchen Spinnennetzen hängen zu bleiben! ;-)
Wir haben dafür Dingo-Watching gemacht. Da wir nicht mehr so viele waren und dadurch auch leiser traute sich unser Dingo, der auch am Vorabend schon dagewesen war, immer näher an uns heran. Es wurden dann auch übrig gebliebene Würstchen ausgelegt. Nach einer Weile hatte er sich dann auch an unsere Taschenlampen gewöhnt und man konnte wirklich Fotos schießen.
Sarah fand das richtig klasse und hat sich quasi auf die Lauer gelegt.

In der Nacht wurden wir wieder vom Dingo heulen geweckt. Das eine Mal war es nur kein heulen, sondern irgendwie fast ein "Schnattern". Man kann das gar nicht beschreiben, aber es war richtig toll.
Morgens nach dem Frühstück, als die Sonne schon aufgegangen war, war der Dingo immer noch, oder wohl eher schon wieder, da. Diesmal lag er im Gras und wartete auf seine Chance etwas zu essen zu bekommen.

An diesem Morgen war mal wieder Abbauen angesagt. Sobald alles verstaut war und die Bustür geschlossen, kam der Dingo sofort raus und schnüffelte alles ab. Als wenn er wusste, dass wir ihm nun nichts mehr tun würden. Sind schon tolle Tiere.
Alles weitere von diesem Tag, dann später!

Mittwoch, 8. April 2009

Tag 6 - Fahrt ins Inland

Nach einem letzen wunderschönen Strandtag sollte nun das Outback folgen. Der Tag bestand mehr oder weniger aus Bus fahren mit kleinern Stops an Tankstellen und nachmittags wurden mal wieder die Essenvorräte aufgefüllt. In dieser Mienenstadt begrüßten uns hunderte von weißen Papageien. (ähnlich wie Kakadus)


Und eine neue Art von Insekten begegnete uns nun. Heuschrecken! Unglaublich viele, die überall saßen, tot und lebendig.

Hier mal ein Bild vom Lunch, es gab nur eine Sitzgelegenheit, also haben wir unseren "Küchen-Anhänger" benutzt.

Unser Etappenziel war der Karijini Nationalpark, also mitten in der Wildnis.
Die Landschaft im Nationalpark war sehr schön und doch erstaunlich grün. Bevor die Sonne unterging haben wir einen Fotostopp gemacht.


Als wir im "Camp" ankamen, war es schon stockdunkel. Nun wartete das wirklich Abendteuer auf uns. Das Camp war einfach ein unbewachsener Sandplatz. Die Toilette war ein kleines Stück weiter unter Bäumen gelegen. Natürlich nur ein "Plumpsklo"mit Häuschen drum herum, denn wo nichts ist, kann ja auch kein Wasser sein. Das an sich war ja nicht so schlimm. Aber wenn man dort hin wollte, ging das natürlich nicht ohne Taschenlampe. Aber die Schwierigkeit bestand darin, das man nicht nur den Boden, sondern auch in die Bäume ableuchten musste, denn es konnten überall Spinnennetze mit doch schon recht großen Spinnen auf einen warten. Wie das dann aussah haben wir am nächsten Morgen gesehen, wo wirklich schon metergroße Netze in den Baumwipfeln hingen. Auf dem Weg zur Toilette war aber zum Glück kein Hindernis im Weg.
Das Licht zum Essen zubereiten usw kam von mehrern großen Gaslampen. Kaum waren die an, kamen die Heuschrecken in Scharen. Am Anfang haben wir immer gedacht, was fällt uns da auf den Kopf? Sie springen nämlich unentwegt durch die Gegend.
Wir waren froh, dass wir unser Essen heuschreckenfrei zu uns nehmen konnten.
Den Abwasch haben wir mit Wasservorräten erledigen können. Auch zum Zähneputzen kam das Wasser aus der Flasche.
Wir waren wirklich froh, als wir endlich im Zelt waren. Was ja auch schon ne Meisterleistung war, das im Halbdunkel aufzubauen. Das Zelt gab einem wirklich ein bisschen das Gefühl von Sicherheit. Endlich konnte man die Stille der Natur genießen. Diese hielt jedoch auch nicht die ganze Nacht an. Zweimal wurden wir von richtig lautem Dingo Heulen geweckt. Die mussten ganz ganz nah gewesen sein. Allerdings war es bekannt, dass sie recht nah an Camper heran kommen, weil sie wissen, dass es dort Futter gibt. Zu befürchten hat man jedoch nichts, da sie ganz scheu sind und sofort abhauen, wenn sie Menschen sehen. Aber trotzdem durften wir keine Sachen, insbesondere Schuhe vor den Zelten lassen, da sie diese wohl schon mal klauen können. :-)
Erinnert einen dann doch eher an einen Hund!
Also Sarah ist total begeistert von Dingos.
Am nächsten Morgen mussten wir zum Glück erst im Hellen aufstehen. Jetzt konnte man erst richtig sehen, wo man sich eigentlich befindet. Und so war der nächste Abend im Dunkeln dann auch nicht mehr so schlimm. Dazu aber bald mehr.

Tag 5 - Coral Bay

Wir sind uns einig, dass das der schönste Tag auf dem Trip war.
Nach einer irgendwie kurzen Nacht sind wir aufgestanden und das sogar vor den Guides. Die haben sich wohl auch mal ne halbe Stunde länger Schlaf gegönnt! ;-)
Ich weiß auch nicht wie die das schaffen, die haben zwischen 5-6 Stunden Schlaf und arbeiten von ca. 6-23h. Wir haben zwar meist noch weniger geschlafen, aber wir konnten uns ja auch im Bus ausruhen. Also, da waren die wirklich klasse!
Auf dem Weg nach Coral Bay, kurz nach Sonnenaufgang waren sehr viele Kangaroos unterwegs. Leider waren sie so schnell, dass man durch den ruckelnden Bus keine wirklich schönen Bilder hinbekommen hat.
Ca. nach der Hälfte hieß es für die Insassen des anderen Busses mal wieder aussteigen... Der Bus musste wieder angeschoben werden, da er im Sand stecken geblieben war. :-)



Das hat zum Glück auch gut geklappt und nach ca. 1 Stunde kamen wir in Coral Bay an, nachdem wir noch einen kleinen Stopp gemacht hatten, um Krabben und Schildkröten zu sehen. (Letzteres war leider nicht dabei.)

Außerdem haben die Guides uns die "Bird Flower" gezeigt. Eine wirklich interessante Pflanze, die wohl auch nur dort wächst.



In Coral Bay gibt es wirklich einen unglaublich tollen Strand, mit weißem Sand und ganz flachem, türkisem Wasser. Ein kleines Paradies...





Erstmal gönnten wir uns ein kleines Frühstück (Croissants und Bagels, mal was anders als Cornflakes und Toast). Danach ging es an den Strand und um ca. 12.30h haben wir eine Glasboden-Boot Tour gemacht. Durch den Glasboden konnten wir wirklich richtig viel sehen. Auch als wir schon sehr weit draußen waren, war der Meeresboden nicht tiefer als 3 m und man konnte überall riesige Korallen sehen. Wir sind dann zu einer Stelle gefahren, an der es sehr viele Schildkröten gibt. Wir haben auch 3 gesehen. Alles Weibchen die ca. 40-60 Jahre alt waren. Wir sind immer hinter ihnen her gefahren und dann konnten wir sie auch unter uns durch den Glasboden sehen. Fotos waren leider schwer zu machen, da sich auf dem Glas die Decke des Boots reflektierte.


Nach den Schildkröten ging es zu zwei weiteren Plätzen, wo man Schnorcheln konnte.



Nach ca. 3,5 Stunden kamen wir wieder am Strand an und haben uns dort noch etwas aufgewärmt. Außerdem haben wir noch Fotos von uns im Wasser gemacht! :-)






Gegen 18h stand ein Treffen im Pub des Ortes an. Wir saßen sozusagen im Biergarten und die Guides haben jedem Tisch einen "Jug" Bier ausgegeben. Das Bier war grün, weil an diesem Tag St. Patricks Day war, der ja ursprünglich aus Irland kommt und die Betreiber wohl ausgewanderte Iren waren.

Erst kurz vor Sonnenuntergang sind wir zurück zum Camp gefahren. Dementsprechend spät gab es erst gegen 21h Dinner - Hamburger.
An diesem Abend war auch die Gruppe vom 2. Trip im Camp angekommen. Diese pilgerten dann gleich zu unserem Lager rüber und es wurde ein sehr langer Abend.
Genau genommen nahm er sogar kein Ende, denn irgendwann ist aus einer witzigen Idee doch Wirklichkeit geworden und wir haben durchgemacht. Am nächsten Tag war eh nur Bus fahren angesagt. Letzendlich waren wir aber nur zu viert, die das wirklich durchgezogen haben.
Wir haben die Zeit sogar sinnvoll genutzt und noch Geschirr abgewaschen, wofür die Guides uns am nächsten Morgen doch sehr dankbar waren. :-) Und irgendwann machten wir die Tür von der Küche auf und die Kangaroos saßen genau davor, schauten uns argwöhnisch an, aber bevor man die Kamera zücken konnte, waren sie schon verschwunden. :-)
Da wir natürlich auch morgens schon viel Zeit hatten zum Packen und Duschen (es war erstmal die letzte Dusche für 2 Tage...) waren wir dann auch die ersten die fertig waren und uns schon auf den Bus freuten.

Dienstag, 7. April 2009

Tag 4 - Bus fahren

An diesem Tag stand mehr oder weniger nur Bus fahren auf dem Plan. Nachdem wir die ersten im Bad waren, gefrühstückt und Zelte abgebaut hatten, ging es weiter die Küste entlang.
Auf der Fahrt haben wir zwar nur recht karge Landschaft gesehen, aber als wir an einem Plateau gehalten haben, hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das weite Land.

Mittags gab es einen längeren Stop, da unsere Essenvorräte aufgefüllt werden mussten.
Hier mal ein Tanklaster im "Outback".

Gegen 18h kamen wir in unserem neuen Camp an. Diesmal mussten wir nicht in Zelten schlafen, sondern hatten sogenannte "Cabins". Ganz kleine Zweibettzimmer. Ehrlich gesagt sind Zelte fast besser, weil man da wenigstens nicht unter den Betten und in allen Ecken schauen muss, ob dort nicht irgendwelches Viechzeug rumsitzt. ;-)
Zum Glück waren wir in diesem Camp aber erstmal von der Fliegenplage befreit, so dass man wirklich auch ohne Netz bei Tageslicht herumlaufen konnte. Dafür gab es in den Toiletten winzige Ameisen, die unheimlich schnell waren und uns immer auf den Füßen herumliefen und auch bissen.
Nachdem wir unsere Taschen in den Cabins verstaut hatten, sind wir noch mit den Bussen an den Strand gefahren. Der war auch sehr sehr schön. Und ganz ganz einsam. (Bis auf uns natürlich...)

Zum Abendessen gab es Beef Stroganoff mit Nudeln und danach wurde noch gemeinsam draußen gesessen. Irgendwann wollten die Ami-Mädels dann allerdings doch mehr Party machen und haben nach einer Möglichkeit gesucht Musik zu hören. So ist der "Party-Bus" entstanden. Einer der Busse wurde also an unsere Terasse gefahren und die Musik aufgedreht. Ja, die Amerikaner, sind halt schon etwas verrückt... (So sah es dann im Bus aus. Das Foto haben wir aber auch nicht selber gemacht, weil wir es doch etwas albern fanden dort reinzugehen... ;-) )

Als wir dann ins Bett gehen wollten, gab es leider doch noch einen Spinnen-Zwischenfall. Gerade als wir das Licht anmachten, meinte Svenja das irgendwas unters Bett gehuscht war. Son Mist, das konnte da natürlich nicht bleiben. Also haben wir uns Hilfe geholt und der schon etwas größere "Weberknecht " wurde mit einem Flipflop erledigt.
Svenja konnte recht gut schlafen, wobei Sarah immer das Gefühl hatte, dass irgendwas auf ihr herumkrabbelt... Aber das war wohl nur Einbildung! ;-)

Hier noch ein Ausblick auf den Sunrise am nächsten Morgen!