Samstag, 28. Februar 2009

Beach Party - wear your hottest beach outfit

Gestern Abend haben wir unser hottestest Beach-Outfit angezogen und haben uns auf den Weg zum Campus gemacht, denn dort wurde zur Beach Party eingeladen.
Leider haben der Sand, die Palmen, das Wasser und die Sonnenschirme gefehlt...
Und da es abends etwas kühler war, bestanden unsere Outfits aus Flipflops, kurzer Hose, Oberteil und Jacke!

Nachdem wir uns erstmal das australische Szene-Getränk Midori (Melonen Liquör mit Ananassaft) bestellt haben, das wir in einem Blinke-Glas bekamen und ich dann auch noch eine schicke Midori Strandtasche gewonnen hatte, konnte die Party losgehen.



Sarah, Susanne und ich teilten uns dann noch einen, na gut zwei Pitcher (hier nennt man das allerdings Jug). Ich frage mich, ob nun wir das mit dem Bierkrug falsch verstanden haben oder die amerikanischen Studenten... während wir uns so einen Jug teilten, hatten die einen pro Student und haben auch gleich daraus getrunken. Naja wozu auch nen Becher nehmen?!


Der Amerikaner Rusty (Foto: Robert, Rusty) hatte das Motto "Beach Party" verinnerlicht. Er kam im TShirt und nur mit einem Handtuch umgewickelt... (seine Cowboystiefel hatten zugegebenermaßen nicht so viel mit Strand zu tun). Zu etwas späterer Stunde und ich denke nach ein paar Jugs zuviel, hatte Rusty sein Handtuch allerdings aus unbekannter Ursache verloren und er lief nun in Cowboystiefeln, Unterhose und TShirt rum... Leider hatte ich keine Zeit mehr ein Foto von ihm zu machen, denn er wurde sehr schnell von den Securities rausgeschmissen und kam dann mit Badehose zurück.


Es war eine wirklich lustige Party und wir freuen uns schon auf die Nächste, da die Australier ganz witzige Leutchen sind und irgendwann hin- und hergehüpft sind - hat etwas an die Känguruhs erinnert :-)

Und da Andre uns morgen zum Frühstück eingeladen hat, bleiben wir heute Abend zu Hause und ruhen uns vom dem anstrengenden Strandtag aus :-)

Die Kakerlake – The Cockroach – Le Cafard – La Cucaracha

Die Kakerlake – The Cockroach – Le Cafard – La Cucaracha

Die Gemeine Küchenschabe (Blatta orientalis), auch bekannt als Kakerlak(e), Bäckerschabeoder Orientalische Schabe, ist eine Art der Schaben (Blattodea), die vor allem durch ihre Lebensweise in menschlichen Behausungen als Vorratsschädling bekannt ist. Neben der Deutschen Schabe (Blattella germanica) und der Amerikanischen Großschabe (Periplaneta americana) gehört sie zu den weltweit am häufigsten in Haushalten anzutreffenden Schaben, die unter dem Begriff Küchenschaben (engl. cockroach, span. cucaracha) zusammengefasst werden. Sie ist wie alle Schaben sehr lichtscheu und hat eine rotbraune Körperfarbe. Mit einer Laufgeschwindigkeit von bis zu 1,5 m/s (5,4 km/h) gilt die Gemeine Küchenschabe außerdem als das schnellste krabbelnde Insekt. (Quelle: Wikipedia)

Das hört sich ja erstmal ganz nett an. Ist es aber leider nicht! Im Gegenteil ich finde sie sogar ziemlich eklig!!!

Bis jetzt habe ich eigentlich keinerlei Erfahrungen mit Kakerlaken gehabt. Deswegen bin ich da auch ziemlich unbefangen rangegangen. Jedoch hat sich meine Einstellung ziemlich schnell geändert.

Die erste Kakerlake habe ich irgendwann nachmittags in unseren „Putzschrank“ entdeckt. Als ich den Staubsauger wieder in den Schrank stellen wollte habe ich SIE gesehen. In dem Moment war das auch nicht schlimm. Ich habe den Schrank einfach wieder zugemacht und damit war das ganze erstmal erledigt. Ich dachte natürlich auch, dass sie dort drin bleibt. Dem war leider nicht so. Abends krabbelte sie auf einmal davor rum und verschwand nach einiger Zeit unter unserem Kühlschrank. Da wir nicht wussten was wir machen sollten, haben wir sie dort gelassen. Irgendwann am nächsten Nachmittag rief Svenja mich auf einmal ganz aufgeregt. Sie saß diesmal schon im Flur, der dann in unsere Zimmer führt. Da mussten wir natürlich etwas tun. Ich habe mir dann eine Tupperdose genommen und wollte sie einfangen, denn fürs tot treten sind die Dinger einfach zu groß. Das wäre wohl ziemlich widerlich geworden, vorausgesetzt ich hätte sie erwischt...

Das war dann auch das Problem. So richtig nah dran hab ich mich mit der Dose natürlich auch nicht getraut. Und diese Viecher sind verdammt schnell. Zweimal hab ich also versucht die Dose über sie zu Stülpen. Leider erfolglos und zu allem Übel lief sie dann auch noch durch den Türschlitz in Svenjas Zimmer... Verdammter Mist...!

Wir also hinterher, bloß wo hat sie sich versteckt?! Wir haben alle Ecken und Schlitze abgesucht. Nichts zu sehen. Aber dann lag da noch eine Plastiktüte. Ich hab sie mal hoch gehoben, natürlich erst nachdem ich auf dem Stuhl saß und meine Füße hochheben konnte, und da rannte sie auch schon unter Svenjas Schreibtisch, quetschte sich hinter dem einen Bein durch und verharrte dann hinter dem anderen Bein und der Wand. Also hab ich versucht sie mit dem Tisch zu erdrücken. Als sich nichts bewegte und wir gucken wollten, obs geklappt hat „grub“ sie sich dann unter die Teppichleiste. Na super, wie ging das denn und wie sollen wir da jetzt rankommen?!

Sie musste weg, soviel war klar, wer will schon mit einer Kakerlake im Zimmer schlafen???

Ich hab dann versucht auf die Teppichleiste zu treten und es knackte auch ein paar Mal, aber dann bewegte sich da doch noch ein Bein.

Also nächste Idee, der Staubsauger...! Hat nicht so wirklich funktioniert, weil man ja nicht unter die Leiste kam. Dann habe ich mir ein Blatt Papier genommen und bin unter der Leiste entlang gefahren. Ja! Sie bewegt sich.

Sie kletterte dann wirklich oben wieder raus und landete auf ihrem Rücken! Jetzt haben wir sie! Der Staubsauger, (den Svenja bediente!!) erledigte dann das restliche!

Mann, waren wir froh!

Die zweite Begegnung hatte ich abends in der Küche. Da saß auf einmal eine vertikal über der Schranktür vom Mülleimer. Zum Glück kam Andre gleich um die Ecke und er hat sie mit meinem FlipFlop erschlagen. Gab auch keine Sauerrei! ;-)  Er sagte noch, dass sie kommen wenn man Essensreste im Mülleimer hat. Na toll...

Die nächste Begegnung hatte ich wieder nachts. Da saß plötzlich eine im Flur. Wo kommen die bloß immer her?? Das ganze Haus hat Fliegengitter usw. Also versuche ich sie wieder einzufangen und habe diesmal noch mehr Ekel, weil ich ja nun weiß wie schnell sie sind.

Hat natürlich nicht geklappt, sie ist dann plötzlich zwischen meinen Beinen durchgelaufen und wieder unter dem Kühlschrank verschwunden. Jedesmal wenn ich dann noch auf Toilette musste, hab ich erstmal den Boden gemustert. Da wird man wirklich irgendwann verrückt bei.

In der nächsten Nacht war sie immer noch da. Diesmal saß sie vertikal an der Waschmaschine. Ich bin dann aber nur vorbeigegangen und habe sie sitzen lassen.

Tagsüber war dann auch nichts von ihr zu sehen. Sind wohl wirklich sehr nachtaktive Tiere.

Am nächsten Abend gehe ich auf Toilette und sitze dort nichts ahnend, als ich plötzlich an der Wand hoch schaue und das Viech dort sitzt. Als ich aufstand war sie genau auf Augenhöhe. Ich hab mich kaum noch getraut zu Spülen und bin dann ganz schnell raus. Als sie da so vor mir saß hatte ich echt das Gefühl das sie mich im nächsten Moment anspringt. Das ist echt ein widerliches Gefühl.

Zum Glück konnte Svenja Andre fragen, der sie dann einfach nur mit etwas Klopapier entfernt hat....! Da schüttelt sich echt alles bei mir!

Und sogar eine „Baby-Kakerlake“ ist mir begegnet. Sie saß in meinem Zimmer!!! Es war mal wieder nachts und ich mache das Licht an und gucke genau dort hin, wo sie saß. Allerdings war sie kleiner als ein Ohrenkneifer und hatte auch noch nicht dieses festen „Panzer“ wie die großen. Irgendwie sah sie auch noch etwas durchsichtig aus, so wie gerade geschlüpft. Ich hoffe nur das ist nicht in meinem Zimmer passiert!!!

Ich gehe aber nicht davon aus! ;-)

Ich weiß nicht, ob ihr meinen Ekel verstehen könnt. Ich kannte das ja vorher auch nicht. Das schlimme an den Dingern ist einfach, dass sie so unheimlich (im wahrsten Sinne des Wortes) schnell sind und diese riesig langen Fühler vorne dran haben. Ansonsten sehen sie halt aus wie ein etwas zu groß geratener Käfer.

Ich hoffe ihr habt jetzt ein Bild davon bekommen, mit was wir hier alles so zu kämpfen haben und könnt unsere Angst ein bisschen teilen! ;-)

PS: Eigentlich wollten wir schon lange ein Insektenspray kaufen, nur irgendwie verpeilen wir es bei jedem Einkauf. Bleibt nur zu hoffen, dass erstmal keine mehr auftaucht.

Im Übrigen ist die Werbung für diese Sprays auch wirklich der Hammer. Da zeigen die im Fernsehen doch direkt wie so ein Ding eingesprüht wird und dann da vor sich „hinkräpelt“. Da könnten sie einem ja schon fast wieder Leid tun, aber ich denke die Furcht überwiegt dann doch! :-D

Das wäre wohl der Ort, wo sie hingehören!

Montag, 23. Februar 2009

Leighton Beach

Samstag und Sonntag haben wir am Strand verbracht!


Die schöne australische Sonne


Kite-Surfer



Sarah und Susanne genießen die Sonne...


...und die Möwis auch

Das schöne blaue Meer


Badespass :-)

Unterwegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln - Transperth

Freitag waren wir bei Mira, Melanie und Lisa!
Wir haben die Mädels ebenfalls in der Uni kennen gelernt und da die drei letzte Woche zusammen gezogen sind, hatten sie uns zu einer kleinen Einweihungsparty eingeladen.

Da wir hier auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, haben wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle gemacht.

Sarahs und mein Bus sollte um etwa 18:40Uhr am Bus Stop sein... Ich denke er war so um 18:35Uhr da. Zum Glück sind wir extra etwas früher losgegangen, sonst hätten wir ihn vepasst, denn die Busfahrer warten nur selten an der Haltestelle!

Um zu dem Haus der Mädels zu kommen, mussten wir einmal umsteigen. Da Bus 1 zu früh dran war und Bus 2, in den wir jetzt einsteigen mussten, Verspätung hatte, haben wir ca. 15 Minuten an dem Bus Stop gewartet.

Endlich kam der Bus... Susanne und Benedikt sind zu gestiegen...Wir sind ungefähr 25 Minuten Richtung Fremantle gefahren... Leider sind wir aufgrund einiger Mißverständnisse nicht an der richtigen Haltestelle ausgestiegen - wir sind 7 Haltestellen zu weit gefahren.

Nachdem ich Mira Bescheid gesagt hatte, dass wir uns verspäten und jetzt einen Bus nehmen, um die sieben Haltestellen wieder zurück zu fahren, sind wir anstatt gleich an die Bushaltestelle auf der anderen Seite zu gehen erstmal die Straße zurück Richtung nächste Haltstelle gegangen... Natürlich ist in dem Moment der Bus an uns vorbei gefahren. Die glorreiche Idee ihn mitten auf der Strae anhalten zu wollen, unabhängig davon, ob da ein Bus Stop ist, ist leider nicht aufgegangen.

Nach 30 Minuten warten auf den nächsten Bus, kam endlich einer... Der fuhr leider nicht dahin, wo wir hin wollten. Aber der nette Busfahrer munterte uns auf und meinte, dass in 3-4 Minuten der nächste Bus kommen würde. Anscheinend haben die Australier ein anderes Zeitsystem... Aus den 3-4 Minuten wurden wieder 30 Minuten.


Nachdem wir also eine geschlagene Stunde an einer Bushaltestelle in ich-weiß-gar-nicht-wie-das-heißt-wo-wir-da-waren verbracht haben, sind wir endlich bei Mira, Melanie und Lisa angekommen.

Wir wurden in dem schönen Haus mit australischem Wein begrüßt, lernten noch zwei Backpackerinnen kennen und hatten einen sehr lustigen Abend.

Unsere "Abreise" gestaltete sich jedoch etwas schwierig...
Um 23:15Uhr machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle, denn der letzte Bus sollte um 23:27Uhr fahren. Als Sarah, Susanne, Benedikt und ich gegen 23:20Uhr an der Hauptstraße waren, fuhr ein Bus an uns vorbei... Natürlich war das unser Bus, der einfach viel zu früh gefahren ist!

Also sind wir wieder zurück ins Haus, haben bis 03:00Uhr weiter gefeiert und dann ein Taxi gerufen, das in ca. 15 Minuten da sein sollte... Da die Taxifahrer aber nicht an der Tür klingeln und sich auch nicht irgendwie anders bemerkbar machen, haben wir vier draußen an der Straße gewartet und gewartet und gewartet...
Als das Taxi nach 30 Minuten noch immer nicht da war, hat Sarah nochmal bei der Zentrale angerufen...
Nach nochmal 20 Minuten warten, saßen wir endlich in einem Taxi auf dem Weg nach Hause.
Fazit:
Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel hier in Australien gestaltet sich kurz gesagt etwas schwierig.
Wir rechnen dem Taxifahrer jedoch sehr hoch an, dass er Sarah und mich, als er uns gegenüber von unserem Zuhause raus gelassen hat, gefragt hat: "Are you safe here?"

In Deutschland wurden wir das noch nie gefragt...