Freitag, 24. April 2009

Study Break II – Von Perth nach Ayers Rock nach Alice Springs nach Adelaide

Samstag war es dann doch endlich soweit, um 10.10Uhr ging unser Flugzeug von Perth direkt zum Ayers Rock.


Ayers Rock (Samstag bis Montag)
Nachdem wir auf dem Mini-Flughafen von Ayers Rock (im Northern Territory) gelandet sind, wurden wir von einem Reisebus am Flughafen empfangen und ins „The Lost Camel“ Hotel gefahren, welches zum Ayers Rock Voyages Resort gehört.
Um uns von unserem anstrengenden Studentenleben zu erholen, haben wir uns erstmal an den Pool gelegt.


Abends sind wir dann in einem der Resort-Restaurants essen gegangen. Es blieb uns auch nichts anderes übrig, denn außer dem Hotelkomplex gab es nur noch das weite weite Land und den Uluru.
Sarah hatte Spaghetti Cabonara und ich hatte Spaghetti Marinara… genau wie der Flughafen, war auch das Essen sehr mini. Da musste also noch ein Nachtisch her! Sarahs Dessert bestand aus Tomatensuppe und meins aus Hot Brownie mit Vanilleeis… mmmhhh yummy!
Wir haben dann den Abend mit einem Tequila Sunrise am Pool ausklingen lassen.

Den nächsten Vormittag haben wir dann wieder am Pool verbracht!
Für den Nachmittag und Abend hatten wir einen Ausflug gebucht.
Den ersten Stop haben wir bei den Kata Tjuta (Olgas) gemacht.


Da wir seit dem North West Trip Profis sind, was das Wandern angeht, haben uns weder die Fliegen noch die Sonne etwas ausgemacht (Fliegennetze hatten wir im Hotel vergessen).
Kata Tjuta bedeutet in der Sprache der Anagunu (das sind verschiedene Aboriginivölker) „viele Köpfe“ und genauso sehen die 36 Inselberge auch aus.

Danach sind wir zum Uluru - auch bekannt als Ayers Rock gefahren, um den Sonnenuntergang zu sehen. Leider waren an diesem Tag ziemlich viele Wolken vor der Sonne…


Montag haben wir dann unseren Mietwagen abgeholt und sind noch einmal zum Uluru gefahren, bevor wir in Richtung Alice Springs aufgebrochen sind.


Der Uluru wird von den Aboriginis als Heiligtum angesehen, welches aus ihrer Sicht nicht betreten werden darf. Daher haben Sarah und ich diesen Wunsch respektiert und sind nicht, so wie viele andere, hinauf geklettert.


Wir sind lieber etwas um den Uluru herumspaziert auf dem sogenannten Mala Walk und den Kuniya Walk.

Und dann sind wir 4,5 Stunden 430km nach Alice Springs gefahren…

Alice Springs (Montag bis Donnerstag)
Ohne uns zu verfahren (es ging auch eigentlich immer nur geradeaus), haben wir schnell unser Backpacker Motel gefunden, unser Zimmer bezogen und sind anschließend noch etwas essen gefahren.
Dienstag gab es dann ein schnelles Frühstück bei McDonalds und dann hieß es wieder Auto fahren.
Unser Ziel war Hermannsburg, eine Aborigini Gemeinde 120km westlich von Alice Springs. Hier wurde die erste Missionsstation für Aboriginis von zwei Deutschen im Jahr 1877 gegründet.
Auf unserem Weg dorthin sind wir an den MacDonnell Ranges entlang gefahren, eine 644km lange Gebirgskette. An einigen Stelle ist das Gebirge jedoch durchbrochen, zum Beispiel von der Simpsons Gap, bei der wir einen Stop gemacht haben. Hier leben Rock Wallabies, die wir leider nicht gesehen haben und das Flussbett war total ausgetrocknet. Es gab jedoch einige kleine Wasserpfützen, in denen Fische rumgeschwommen sind.


Die Fahrt ging weiter und als wir Hermannsburg endlich erreicht hatten, sind wir nach 3 Minuten wieder ins Auto gestiegen und zurück gefahren, denn da gab es nun wirklich nicht viel zu sehen.
Wieder in Alice Springs angekommen, haben wir eine Besichtigung beim Royal Flying Doctor Service gemacht und die School of the Air besucht. Von hier aus werden Schüler per Internet, früher per Funk, unterrichtet, die in den dünn besiedelten Regionen Australiens leben.

Anschließend haben wir vom Anzac Hill aus den Sonnenuntergang beobachtet und hatten einen wunderschönen Blick auf die Stadt.

Mittwoch haben wir die Innenstadt von Alice Springs erkundet. Ich glaube wir haben noch nie so viele Aboriginis gesehen!

Adelaide (Donnerstag bis Dienstag)
Und Donnerstag ging die Reise dann weiter nach Adelaide (South Australia). Wir wurden vom Sam, dem Mann meiner 2nd Cousin vom Flughafen abgeholt, denn wir haben die nächsten Tag bei ihnen zu Hause wohnen dürfen.
Freitag haben wir uns mit unserem Vermieter Andre getroffen, der auch gerade in Adelaide war und sind in die Adelaide Hills gefahren. Dort haben wir uns unter anderem Hahndorf angeschaut, welches von deutschen Einwanderern 1839 gegründet. Hier haben wir leckeren Bienenstich gegessen und noch einen Apfelstrudel für unsere Gastfamilie mitgenommen.


Samstag waren wir in den Central Markets, die so riesig waren, dass wir uns fast verlaufen hätten.
Nachmittags haben wir dann eine Tour zum Port Adelaide gemacht. Dort haben wir uns eine Seepferdchen-Farm angeschaut und sind auf einen Leuchtturm geklettert.

Danach sind wir an der Küste entlang gefahren und haben einen kurzen Stop am Strand gemacht.



Sonntag sind Sarah und ich mit der Bahn nach Glenelg gefahren, wo wir sehr viele kleine Geschäfte, Bars, Restaurants und einen sehr schönen Strand vorgefunden haben.

Montag und Dienstag haben wir dann in der Stadt verbracht und sind unserem liebsten Hobby nachgegangen – SHOPPEN!


Und dann ging schon unser Flugzeug mit einer Stunde Verspätung in Richtung Perth!
Dieser 10-tägige Trip hat uns mal wieder gezeigt wie vielfältig und vor allem wie riesengroß Australien ist!

Mittwoch, 22. April 2009

Tag 8,9,10 - North West Trip

Wir saßen also wieder im Bus und fuhren zu einer weiteren ganz nah gelegenen Gorge.
Es ging wieder halb kletternd, halb wandernd die Schlucht hinunter.
An der ersten Stelle, an der wir stoppten, gab es einen Wasserfall und man konnte wieder schwimmen. Allerdings hatten die meisten, die im Wasserfall gesessen hatten hinterher winzige Blutegel an sich sitzen. Diese hatten sich aber noch nicht festgesaugt und konnten noch gut entfernt werden.


In der Schlucht sind wir dann noch weiter gewandert und an eine weitere Wasserstelle gelangt.
Einige sind wieder schwimmen gegangen, aber wir haben lieber den Ausblick und die Idylle
genossen! ;-)


Außerdem konnten wir dort ein paar Kakadus beobachten.



Nach dem Aufstieg sind wir noch im Nationalpark herumgefahren und haben ein Recreation Center besucht. Dort war die Geschichte der ansassigen Aboriginies ausgestellt. Es gab natürlich auch einen Souvenirshop, der wiedermal von den "Amis" gut besucht war.



Nach dem Lunch ging es weiter nach Newman. Endlich konnten wir dort wieder duschen und hatten seit langem auch mal wieder Handynetz! Bevor wir im Camp ankamen, wurde unser Essensvorrat aufgefüllt und wir mussten feststellen, dass es dort sehr harte Vorschriften gab was den Alkoholkauf anging. Wein wurde nur an bestimmten Tagen in der Woche verkauft, damit die Aboriginies sich nicht zu sehr betrinken können, denn anscheinend ist Wein wohl die billigste Variante, um sich schnell betrunken zu werden.

Danach fuhren wir in unser Camp, das mitten in einer Siedlung von Mienenarbeitern lag. Und die hatten auch noch den nächsten Tag ihren "day off". Die besuchten uns auch ganz schnell, aber zum Essen ließen sie uns dann auch wieder in Ruhe.


Nach Lammsteaks, Würstchen, Kartoffeln und gegrilltem Kürbis ging es dann noch mit den Guides in einen Pub.



In dieser Mienenstadt gab es sonst auch nicht wirklich viel, obwohl sie mit ca. 3000 Einwohnern eine der größeren Städte ist. Wenn man das wirklich als Stadt bezeichnen will!

Im Pub haben wir draußen im Biergarten gesessen und später noch etwas Billard gespielt. Naja, wirklich gut waren wir nicht, aber es hat Spaß gemacht. Und wir haben sogar den Club-Manager kennen gelernt! Der wollte wissen, wo wir herkommen und wies uns gefällt etc. :-)
Natürlich sind wir auch von dort wieder später zurück gefahren als angedacht, aber eigentlich waren wir noch recht zeitig im Bett.


Tag 9
Auch morgens fuhren wir mit einer fast üblichen Verspätung von 1 Stunde los. Jetzt begann der Rückweg nach Perth. Es war also eigentlich nur Busfahren angesagt an diesem Tag. In Newman hielten wir noch an einem Touristen Center, vor dem ein unglaublich riesiges Mienenfahrzeug ausgestellt war.


An unserem ersten Toilettenstop, einem Roadhouse hatten wir Besuch auf den Toiletten. In den Klos waren Frösche! Zum Glück war ich die Erste auf meiner Toilette und ich hatte sie so nicht gesehen. Nach dem Spülen wurden sie jedoch unter der Toilettenbrille herausgespült. Die meisten sind dann lieber nebenan hinter einen Busch gegangen.

Ansonsten verlief der Tag ohne weitere Überraschungen und gegen 19.30h kamen wir an unserem letzten Lager an. Es war wieder mal eine Schaffarm. Wer wollte, konnte in einer großen Halle schlafen, die uns aber eindeutig zu sehr nach Schaf roch und so haben wir uns wieder unser mittlerweile fast lieb gewonnenes Zelt aufgebaut. Das Essen wurde diesmal fast ausschließlich von uns Deutschen zubereitet, weil die anderen damit beschäftigt waren ein Spiel namens "Mafia" zu spielen. Aber irgendwie hatten wir darauf nicht so Lust.
Nach dem Essen gab es noch ein großes Lagerfeuer und dann haben die Amis noch eine Talentshow veranstaltet. Wir Langweiler haben auch da nicht mitgemacht und sind auch vor Ende der "Show" ins Bett gegangen.


Tag 10
Als wir am nächsten Morgen zum Frühstück gingen, haben wir gesehen, dass die meisten anderen auch nicht in der alten Halle geschlafen haben, sondern rings herum um das Lagerfeuer. Aber es war wohl sehr kalt in der Nacht.
Da wir mal wieder einige der Ersten waren, die mit allem fertig waren, hatten wir noch Gelegenheit mit dem Hütehund der Schaffarm zu spielen. Es war ein Border Collie. Schon abends war er gut damit beschäftig immer hinter einem mitgebrachten Fußball her zu rennen.


Es war wirklich sehr niedlich mit anzusehen. Er hat den Ball eigentlich nicht mehr aus den Augen gelassen und immer versucht uns aufzufordern den Ball zu schießen. Irgendwann sah man ihm richtig an. dass er erschöpft war, aber sowie jemand auf den Ball zuging, war er wieder auf den Beinen. Man hat wirklich an allem gemerkt, dass es ein richtiger "Schäfer-Hund" war.

Die Rückfahrt verlief ganz planmäßig, nur etwas verspätet kamen wir gegen 18h an der Uni an.


Restliche Lebensmittel wurden noch verteilt und dann ging es nach Hause. Zum Dinner haben wir uns noch eine Pizza gegönnt und die Reise ein bisschen ausklingen lassen.

Am nächsten Tag wurde erstmal richtig ausgeschlafen! Das hatten wir wirklich nötig! ;-)
Es war zwar oft anstrengend und wir haben wenig Schlaf bekommen, aber trotzdem sind wir uns einig, dass wir so einen Trip immer wieder machen würden. Vorallem mit so tollen Guides wie unseren! :-)